Renteneintrittsalter – Frankreich erhöht auf 62

In Frankreich lag das Renteneintrittsalter bislang bei 60 Jahren, nun soll es um zwei Jahre erhöht werden. Präsident Nicolas Sarkozy zeigt damit, dass ihm das Sparen ernst ist. Das Volk hingegen ist nur wenig begeistert.

Bis 2018 erhöht sich das Renteneintrittsalter schrittweise auf 62 Jahre, so eine Mitteilung der Regierung bei der Vorstellung der Rentenreform. Aber auch die besser Verdienenden sollen mehr zum Staatshaushalt beitragen. Eine Erhöhung der Steuer für Reiche ist ebenfalls geplant.

Das Volk zeigt sich jetzt schon nicht begeistert davon, dass das Renteneintrittsalter erhöht werden soll. Gewerkschaften kündigen zum 24. Juni einen Streiktag an. In Paris demonstrierten bereits Zehntausende. Die Gewerkschaften gaben an, dass es sich um etwa 70.000 Menschen handelte, die Polizei nennt 20.000 als Anzahl der Teilnehmer.

Für die Regierung steht die Sache jedenfalls fest. Andere EU-Länder haben schon längst erhöht und auch für Frankreich bleibt eine solche Maßnahme nicht aus, so der französische Arbeitsminister Eric Woerth. Man begründet die Reform damit, dass bis zum Jahr 2050 jährlich etwa 100 Milliarden Euro in der Rentenkasse fehlen würden, sollte man nicht umgehend handeln.

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